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“Fans spucken uns ins Gesicht...“ …aber das ist nur eine der bizarreren Weisen, mit denen sie zeigen, wie sehr sie Linkin Park lieben! Und die Bandmitglieder Chester und Brad beschweren sich nicht.



F: Linkin Park spielen nun seit fünf Jahren zusammen. Was ist der größte Mythus, den ihr über die Band gehört habt?
Chester Bennington: Das größte Missverständnis, das existiert ist, dass wir nur eine Rockband sind. Wenn Leute Reanimation hören, werden sie verstehen, dass das nicht der Fall ist. Unsere Musik konnte nie auf ein Genre beschränkt werden.

F: Was macht ihr gegen Langeweile, wenn ihr auf Tour seid?
Brad Delson: Wir spielen Videospiele, trinken Coke und lachen über dumme Geschichten aus unserer Jugend!

F: Wieso versteht ihr euch so gut?
Brad: Wir haben die gleichen Ziele und haben eine gute Zeit. Wir respektieren einander, kommunizieren und überprüfen, ob wir uns um die Fans kümmern.

F: Euer letztes Album, Hybrid Theory, war ein Verkaufsschlager. Spürt ihr irgendeinen Druck, gute Alben zu machen?
Chester: Wir übten Druck auf uns selbst aus. Diese CD war etwas, was wir kreativ gestalten wollten. Wir fühlten keinen Druck, die CD rauszubringen, so ist der Erfolg ein Bonus.

F: Reanimation ist ein Remixalbum. Warum habt ihr euch dafür entschieden?
Brad: Wir wollten die HT-Songs in einer anderen Form hören, da wir sie so lange auf die gleiche
Art gespielt hatten. Nun sind die Songs völlig anders.

F: Fühlt ihr euch glücklich?
Brad: Nein. Ich denke nie, “Was habe ich getan, um diesen Erfolg zu ernten?“ Jeder Musiker, der eine Band gründet, möchte eine CD veröffentlichen und für Leute spielen. Es geht nicht darum, 50 Millionen Alben zu verkaufen und mit einem gecharterten Jet herumzufliegen. Es geht darum, die CD so gut zu machen, wie man kann.
Chester: Wir sind nicht mit dem Gedanken, dass all das passieren würde ins Musikbusiness eingestiegen. Wir gründeten die Band mit dem Gedanken, „Ok, wir könnten vermutlich alle etwas anderes tun, aber das ist es, was wir tun wollen“.

F: Wie gestresst werdet ihr, wenn ihr eine CD erstellt?
Brad: Die Tatsache, dass wir eine Kariere gebildet haben, mit dem was wir lieben, ist fantastisch. Da ist nur immer der
Stress, der kommt, wenn man versucht Songs zu schreiben, die Leuten gefallen.

F: Was ist das coolste daran, in einer Band zu sein?
Brad: Touren – das ist das ultimative Ziel im Leben eines Musikers.

F: Wie sieht’s aus mit
Sex, Drugs and Rock’n’Roll?!
Brad: Die Groupies mögen die Crew mehr als uns.
Chester: Wir nennen sie “Crewpies”! Diese Sache mit der Band gibt es nicht.
Brad: Vielleicht war es in den 60ern normal für Bands, aber wir wollen gesund sein, schlafen, Konzerte geben und eine gute Zeit haben.

F: Welchen Ratschlag würdet ihr jemandem geben, der unter Druck gesetzt wird, Drogen auszuprobieren?
Brad: Ihnen muss nicht erklärt werden, was sie tun sollen. Seid einfach nicht dumm, tut das, wovon ihr wisst, dass es richtig ist.

F: Wie habt ihr vermieden durch Drogen und Alkohol den Bach runterzugehen?
Brad: Wir haben alle erschreckende Dinge gesehen und waren in der Lage dadurch zu lernen. Ich sah Leute die verrückt wurden und ich sagte mir, „Das kann mir nie passieren!“ Wir wollen so gesund wie möglich sein. Ich gehe zum Bowling!

F: Was ist die sonderbarste Sache, die ein Fan getan hat um eure Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen?
Chester: Sie zeigen ihren Busen oder spucken manchmal in unser Gesicht! Manchmal halten sie Plakate hoch, für dessen Herstellung sie eine Woche benötigt haben, darum kommen wir rüber zu ihnen.

F: Habt ihr euch jemals vor euren Idolen in Verlegenheit gebracht?
Chester: Ich war verlegen als ich Scott Weiland von den Stone Temple Pilots, eine meiner Lieblingsbands, traf. Wir spielten ein Konzert zusammen und ich ging zu ihm und sagte „Hi, uuuhh... I really… uuuhh!” Ich stotterte und fühlte mich wie ein Idiot.

F: War er nett zu dir?
Chester: Ja! Er sagte “Oh, hey, bist du nicht in einer Band?” Er war sehr nett zu mir. Nachdem ich mich wieder gefangen hatte, tourten wir gemeinsam durch die USA.

F: Ihr seit dafür bekannt, nett zu euren Fans zu sein…
Chester: Es ist verrückt, dass es so ein Phänomen ist, dass wir nett zu unseren Fans sind. Unsere Fans sind der einzige Grund, warum wir dieses Interview führen, Musik machen, CDs rausbringen und durch die Welt reisen. Die Fans sind der Grund dafür, dass ich neue Schuhe trage.
Brad: Ich verstehe nicht, warum Bands satanische Botschaften in ihrer Musik unterbringen. (In den 80ern wurden einige Heavy Metal Bands beschuldigt versteckte Botschaften in ihren Liedern unterzubringen und wurden außerdem von Eltern für Selbstmorde von Jugendlichen verantwortlich gemacht.) Doch wir sind der Gegensatz. Wenn man unsere Songs spielt, sagen sie etwas wie „Wie lieben unsere Fans, Danke!“

 





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